Erfassen der Randbedingungen:
Lastfall Wasser nach DIN 18533
W1-E: Bodenfeuchte & nichtstauendes Sickerwasser
W2-E: Stauendes Sickerwasser
W3-E: Nichtdrückendes Wasser an erdüberschütteten Decken
W4-E: Spritzwasser & Bodenfeuchte am Sockel
Wandmaterial: Ziegel, Bims, Beton?
Feuchtequellen: außen, kapillar, Kondensat, Leckagen
Salzbelastung prüfen (Labor)
Zustand der Horizontalsperre
Dämmung (Perimeterbereich) vorhanden?
? Lastfall W2-E ist die häufigste Altbau-Überraschung.
| Schaden | Ursache | Sanierungsbedarf |
|---|---|---|
| Putzabplatzungen | Salz- & Feuchtebelastung | Entsalzung, Sanierputz |
| Schimmel innen | Kondensation | Lüftung + Innendämmung |
| Durchfeuchtung Sockel | fehlender Spritzwasserschutz | Sockelabdichtung |
| Risse im Mauerwerk | Setzungen/Zwang | Risssanierung + Abdichtung |
| Nasse Bodenplatte | fehlende Abdichtung | Innen- oder Außenabdichtung |
Freilegen der Außenwände
Abdichtung nach DIN 18533:
KMB/PMBC (Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung)
Flexible mineralische Dichtungsschlämme (MDS)
Perimeterdämmung (XPS), Schutz- & Dränsystem
Sockeldetails sauber ausführen!
Vorteile: dauerhafte Lösung
Nachteil: Baugrube → teuer
Kapillarbrechende Schlämmen
Wasserdichte Innenputze
Injektionen (z. B. Silikat/PU)
Abdichtung Boden–Wand-Fuge (kritisch!)
Vorteil: ohne Erdarbeiten
Nachteil: Wasser bleibt im Bauteil → Statik/Salz beachten
Gegen aufsteigende Feuchte:
Injektionsverfahren (Silikate/Paraffin)
Mauersägeverfahren (massiver Eingriff)
Edelstahlplatteneinschub
→ nur mit Feuchte-/Salzanalyse
Filterstabile Dränschicht + Rohrsystem nach DIN 4095
Dränrohrgefälle ≥ 0,5 %
Ablauf → Versickerung oder Kanal (Genehmigung!)
Wartbare Kontrollschächte
⚠️ Dränung NICHT bei bindigen Böden (Lehm) ohne Nachweis!
Abdichtungszone mind. 30 cm über Gelände
Tropfkante / Wasserableitung
Übergang Abdichtung → Putzsystem beachten
Nur kapillaraktive Systeme:
Kalziumsilikatplatten
Mineraldämmputze
Vermeidet Schimmel trotz niedriger Wandtemperaturen.
DIN 18533 – Abdichtung erdberührter Bauteile
DIN 4095 – Dränung
WTA-Merkblätter (Feuchte/Salze/Injektionen)
DIN 4108-2 – Schimmelschutz
DIN EN 1996 / DIN 1053 – Mauerwerk
❌ Abdichtung ohne Lastfallbeurteilung
❌ Perimeterdämmung schief verklebt → Hinterläufigkeit
❌ Keine Anschlussabdichtung Bodenplatte–Wand
❌ Dränung ohne funktionierenden Ablauf
❌ Bitumen allein bei starkem Wasserdruck
❌ Innenabdichtung + Salze = Spätschäden
„Auf Basis der festgestellten Durchfeuchtungen
im Bereich der erdberührenden Außenwand
wird eine Abdichtung nach DIN 18533, Lastfall W2-E, empfohlen.
Das Sanierungskonzept umfasst die Außenabdichtung
mit PMBC, Perimeterdämmung aus XPS, Dränung nach DIN 4095
sowie die Erneuerung der Sockelzone.“